Die Hühner-Soap: Vom Ei zum Küken – Teil 3: die Glucke

Die Hühner-Soap: Vom Ei zum Küken – Teil 3: die Glucke

Neben den Bruteiern ist für die Naturbrut die Glucke natürlich unverzichtbar. Darf ich vorstellen: das ist Dorette. Sie ist seit einigen Tagen recht gluckig und bereit, Eier auszubrüten.

Sussex Glucke
Dorette wartet auf was zum ausbrüten

Woran erkennt man diesen Zustand? Nun, zum einen beginnt sie, sich von den anderen Hühnern abzusondern und verbringt immer mehr Zeit im Legenest. Sobald man sich ihr dort nähert (egal ob Mensch oder Huhn) sträubt sie das Gefieder und versucht, den Störenfried durch aggressives Kreischen (und manchmal auch mittels hacken mit dem Schnabel) zu vertreiben. Wenn sie draußen ist, gibt sie typische gluckende Laute von sich und rennt aufgeplustert durch die Gegend. Und im Großen und Ganzen ist sie völlig hysterisch 😛

Wenn das Verhalten einige Tage anhält und sie den Stall bzw. das Legenest nicht mehr verlässt (außer um kurz was zu fressen und um sich zu erleichtern), ist der Zeitpunkt gekommen, sie auf die Bruteier zu setzen:

Bruteier
die Bruteier

Dies macht man am besten Abends: man holt die Glucke von ihrem bisherigen Platz (meistens sitzt sie im Legenest rum) und bringt die behutsam und mit möglichst wenig Aufregung in ihr neues Quartier. Dann direkt ins Brutnest setzen, natürlich ganz vorsichtig, damit kein Ei kaputt geht.

Glucke im Brutnest
Glucke auf die Bruteier verfrachtet

Die Eier richtet sie sich dann selbst so hin, damit alle gleichmäßig von ihr bedeckt sind. Das geht recht schnell und in dieser Haltung wird sie dann verweilen, nur gelegentlich wird sie durch leichte Bewegungen die Eier drehen, damit sie von allen Seiten immer bebrütet werden:

Sussex Glucke
Glucke im Brutnest

Hier wird sie nun die nächsten 21 Tage verbringen. Manchmal sind es auch ein, zwei Tage mehr. Ihr Stoffwechsel hat sich nun so umgestellt, daß er auf absoluter Sparflamme läuft. D.h. sie kommt mit einmaligem Fressen und Trinken am Tag aus. Das ist auch die einzige Möglichkeit für sie, die Nahrung vom Vortag wieder auszuscheiden. Wie es weitergeht, erfahrt ihr in Teil 4 🙂

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